grafikfabrik | 7 Tage iPhone 4S
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7TageiPhone4S

18 Nov 7 Tage iPhone 4S

Leider hat mein iPhone 3G nach 4 Jahren Treue seinen Geist aufgegeben und ich musste mir leider schweren Herzens das iPhone 4S bestellen. Da mein iPhone 3G meine Kontakte einfach weggeschmissen hatte und ich sie auch nicht mehr synchronisieren konnte, habe ich mich besonders auf die Kontaktfunktion gefreut. Endlich wieder Namen und nicht nur Nummern am Display sehen. Aber natürlich kann das neue iPhone mehr als das. Ein kleiner Bericht nach 7 Tagen mit dem iPhone 4S…

Mobilfunkvertrag

Wenn man die aktuellen Mobilfunkverträge vergleicht, kommt man nach Rechnen mit einer Standardvertragsdauer von 2 Jahren zu dem Schluss, dass man mit einem offenen Handy günstiger kommt, als sich das Handy mit einem Vertrag zu kaufen. Ich habe in allen Fällen das iPhone 4S mit 16 GB Speicher, eine Mindestvertragsdauer von 2 Jahren und den niedrigstmöglichen Kaufpreis für das iPhone zum Vergleich genommen. Hier eine kleine Aufstellung:

  • Bob

    • Handy:
      € 629,00
    • monatliche Gebühr:
      € 9,90
    • nach 2 Jahren:
      € 866,60

  • 3

    • Handy:
      € 0,00
    • monatliche Gebühr:
      € 45,00
    • nach 2 Jahren:
      € 1080,00

  • T-Mobile

    • Handy:
      € 249,00
    • monatliche Gebühr:
      € 29,90
    • Aktivierungsgebühr:
      € 49,90
    • nach 2 Jahren:
      € 1016,50

  • Orange

    • Handy:
      € 199,00
    • monatliche Gebühr:
      € 40,00
    • Aktivierungsgebühr:
      € 49,00
    • nach 2 Jahren:
      € 1208,90

  • A1

    • Handy:
      € 199,00
    • monatliche Gebühr:
      € 49,90
    • Aktivierungsgebühr:
      € 49,90
    • jährliche Servicepauschale:
      € 19,90
    • nach 2 Jahren:
      € 1287,30

Keine Diskussion, mit einem offenen Handy mit dem Vertrag Smartbob fährt man zur Zeit am besten. Ich wäre auch weder bereit eine Aktivierungsgebühr noch eine jährliche Servicepauschale zu bezahlen, um dann ein für ein Netz gesperrtes Handy zu besitzen.

Kaufentscheidung

Ich habe mir nach langem Überlegen die weiße Version mit 32 GB Speicher direkt beim Apple Store bestellt. Nach 4 Jahren mit einem schwarzen Handy musste einfach eine Veränderung her. Und wenn ich schon so viel gegenüber einem Mobilfunkvertrag einspare, dachte ich mir, ich könne mir die zusätzlichen 16 GB auch noch gönnen.

Simkarte

Damals konnte man ja noch eine „normale“ Simkarte ins iPhone stecken, das wurde jedoch von der Simkartenindustrie unterbunden. Man braucht nun eine Microsimkarte für neue Handy- und Tablet-Modelle. Ich habe mir also bei Bob eine Microsimkarte bestellt. Leider wurde mir gesagt, dass dies bis zu 7 Tage dauern kann. So lange wollte ich mein neues Handy nicht bloß ansehen und habe nach Alternativen gesucht. Siehe da, die Kontakte am Chip der „normalen“ Simkarte und der Microsimkarte sind identisch, nur die Größe ist unterschiedlich. Es ist also möglich, eine Simkarte zu einer Microsimkarte mit dieser Schablone zuzuschneiden. Es ist natürlich Vorsicht geboten! Man sollte darauf achten, dass man den Chip nicht anschneidet und dass man die Simkarte nicht so schief zuschneidet, wie es bei mir der Fall war (siehe Bild). Bei mir hat das iPhone die Bastelversion einer Microsimkarte erst nach 2 Anläufen erkannt. Ich übernehme also keine Garantie dafür, dass es auch tatsächlich funktioniert, wenn man aber alles richtig macht, sollte es klappen.

microsim

Erster Start

Es ist nun möglich, das iPhone ohne Anbindung an iTunes einzurichten. Dies geht relativ flott. Wenn man ein iCloud-Konto und eine Apple-ID besitzt, kann man diese eingeben, das Handy stellt dann eine Verbindung zum Internet her (es ist also WLAN erforderlich) und dann geht‘s los!

Wahnsinnige Geschwindigkeit

Wow, ist das schnell! Im Vergleich zum 3G ist das 4S natürlich eine Rakete. Der Touchscreen reagiert sehr präzise und schnell und das Retina-Display ist wirklich gestochen scharf. Die Programme starten sehr flott. Ich kann nicht sagen, wie sich das 4S im Vergleich zum iPhone 4 macht, aber für mich ist es wirklich eine Erleichterung – kein Warten mehr, bis ein Programm gestartet wird. Die Karten werden auch sehr schnell angezeigt und auch das Surfen im Internet flutscht nur so vor sich hin. Apple hat was die Geschwindigkeit betrifft nicht zu viel versprochen.

Siri

Nach dem Einschalten von Siri (Einstellungen → Allgemein → Siri) kann man sich nun auch mit dem Handy unterhalten. Unter den Einstellungen stellt man die eigene Info ein („Meine Info“), so weiß das Handy, mit wem es es zu tun hat. Mit der Einstellung „Deutsch“ wird dem Handy eine weibliche Stimme zugeteilt.
Aufgerufen wird Siri mit einem langen Druck auf den Home-Button, egal ob der Sperrbildschirm eingeschaltet oder ein Programm geöffnet ist. Im Grunde ist Siri eine Spielerei. Was es zu wissen gilt ist, dass bei jeder Anfrage an Siri eine Internetverbindung hergestellt wird. Die vom Benutzer getätigte Anfrage wird an Apple weitergeleitet, dort verarbeitet und wieder ans Handy zurückgesandt. Ohne Roamingvertrag sollte man also Siri im Ausland nicht benutzen, sonst ist am Ende des Monats die Überraschung auf der Mobilfunkrechnung groß.

Man kann Siri aber auch “andere” Dinge fragen. Manche Dinge “darf” Siri nicht tun. Vielleicht wird das in Zukunft noch geändert.

Mit dem Befehl “Nenne mich Herrin” habe ich es geschafft, dass Siri mich Herrin nennt. Ich finde, das ist sehr passend für einen elektronischen Blechassistenten. Mit dem Befehl “Vorname Nachname ist mein Ehemann” oder “Vorname Nachname ist meine Mutter” etc. kann man seine “Beziehungen” zu den Kontakten festlegen und kann dann z.B. mit dem Befehl “Mama anrufen” seine Mutter anrufen. Die Beziehungen kann man aber auch händisch beim eigenen Kontakteintrag ändern. “Herrin” wurde bei meinem Kontakt als Spitzname eingetragen und kann auch händisch geändert werden.

Einstellungen und Akkulaufzeit

Mit vielen Einstellungen kann man seine Akkulaufzeit erheblich verkürzen. Am häufigsten ist der Ortungsdienst und WLAN an verkürzten Akkulaufzeiten schuld. Leider ist es sehr mühsam, sich jedes Mal durch Menü zu quälen, um die entsprechenden Dienste bei Nichtgebrauch zu deaktivieren. Mein altes iPhone 3G hatte eine Jailbrak und somit SB-Settings, wo ich mit einem kurzen Wischer über das Display alle Dienste mit einem Klick aktivieren oder deaktivieren konnte. Für Nicht-Jailbreaker gibt es nun Icons für alle gängigen Einstellungen, die man am Home-Bildschirm anordnen kann. Es ist aber auch möglich die Icons, die man nicht benötigt, zu löschen. Ich habe mir Wifi, Ortung, Bluetooth und Netzwerk behalten. Alles andere brauche ich selten bis gar nicht.

Erinnerungen

Hat man den Ortungsdienst aktiviert kann man sich nun ortsbezogene Erinnerungen eintragen. Ich habe dies getestet, in dem ich eingegeben habe, das iPhone solle mich an einen Anruf erinnern, wenn ich ins Büro komme. Und tatsächlich, als ich die Einfahrt passierte, ertönte die entsprechende Erinnerung. Die Akkulaufzeit verkürzt sich aber hierbei erheblich, da das Handy stets kontrolliert, wo es sich gerade befindet, aber ist sicherlich eine Hilfe, wenn man etwas Wichtiges nicht vergessen darf. Diese Erinnerungen sind auch über Siri einstellbar. Mit dem Befehl “Erinnere mich wenn ich im Büro bin an einen Anruf” wird die Erinnerung eingetragen.

Tipps & Tricks

Wer seine im Hintergrund laufenden Programme ausschaltet, kann zusätzlich Saft sparen. Mit einem Doppelklick auf den Home-Button öffnet sich die Leiste für die Hintergrundprogramme. Bleibt man lange mit dem Finger auf einem der Icons beginnen sie zu wackeln und man kann mit Klick auf das Minus die Programme schließen. Hier kann man links und rechts wischen, um alle Programme zu sehen. Wischt man nach links kann man die Bildschirm-Kipp-Funktion sperren und den iPod bedienen. Nochmals nach links läßt sich Lautstärke und Bildschirmausgabe einstellen. Den iPod kann man übrigens auch mit eingeschaltetem Sperrbildschirm aufrufen, indem man doppelt auf den Home-Button drückt. Es erscheint das Bedienungsfeld des iPods, wo man in der Playlist vorwärts oder rückwärts springen, abspielen oder pausieren oder die Lautstärke einstellen kann. Hier erscheint auch der neue Schnellzugriff für den Fotoapparat rechts unten.

Apptipps

Und hier ein paar meiner App-Favoriten:

  • Haushalt

    • ShopShop
    • Eieruhr
    • Wasserwaage
    • Moneybook
    • netbanking
    • Recipes
    • Amazon
    • gutscheinbox
    • MeasuresLite
    • Herold
    • FirmenABC.at
    • Wikipanion

  • Social

    • Facebook
    • Skype
    • Twitter
    • Tumblr
    • Trillian
    • Linkedin
    • Xing
    • Dropbox
    • Sugarsync
    • Teamviewer

  • Unterhaltung

    • Instagram
    • TVSpielfilm
    • IMDb
    • GarageBand
    • GuitarTuner
    • GuitarChords
    • Metronome
    • TapThat
    • Sound Level
    • Shazam

  • Verkehr

    • Navi 2
    • AnachB.at
    • Handy Parken
    • Google Earth
    • qando
    • ÖAMTC
    • Scotty mobil

Fazit

Die neuen Funktionen sind nett. Es ist sehr schnell und ich finde mich sehr gut zurecht. Ich kenne keine Android-Handys, kann somit nicht sagen, ob es zur Zeit das beste Handy am Markt ist, aber für mich ist es das Beste. Da ich grundsätzlich mit Macs arbeite, stellte sich die Frage auch nicht, ob Microsoft, Google oder Apple. Ich habe eine riesen Musiksammlung gespeichert, habe ein Navigationsgerät, das ich immer bei mir trage, einen elektronischen Einkaufszettel, einen Fotoapparat für Schnappschüsse, falls ich mal meine Kamera nicht mithabe, Internet, Notizzettel, natürlich meine IMAP-Accounts, CalDAV- und CardDAV-Anbindung an meinen Mac-Server und ich kann sogar wenn ich mich langweile mehr oder weniger anregende Gespräche mit dem Handy führen. Das neue iPhone 4S ist für mich optimal. Ich habe es gerne, so gerne wie mein altes iPhone 3G – naja, ein bisschen lieber vielleicht, weil es mich Herrin nennt ;)

Links

Schablone für Microsim-Zuschnitt
Icons für Einstellungen am Home-Bildschirm

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